Gold, Macht und New Yorks Kampf um eine eigene US-Münzstätte

Mann liest ein Buch mit dem Titel The US Mint That Never Was als Illustration zu den Münzplänen von New York City. (KI-generierte Illustration)

Gold aus Kalifornien gelangte nach New York; zur Münzprägung wurde ein Teil nach Philadelphia weitergeleitet. Die wachsenden Goldlieferungen verschärften einen älteren Standortstreit: Sollte New York das Metall nur entgegennehmen und verarbeiten, oder auch vor Ort Münzen daraus prägen? [3] [4] [6]

Die geplante Zweigmünzstätte der United States Mint wurde nicht errichtet. Dafür eröffnete 1854 in Manhattan das New York Assay Office. Es nahm Edelmetall an, prüfte und verarbeitete es. Die Pressen für die daraus herzustellenden Münzen blieben in Philadelphia.

Was bleibt von einer Münzstätte, wenn ihr Betrieb endet – oder sie über das Planungsstadium gar nicht hinauskommt? Diese Frage verbindet die Geschichten der Pobjoy Mint und der historischen Münzpresse Oom Paul mit New York. Hier hinterließen schon die Münzpläne Spuren. Das tatsächlich betriebene Assay Office fügte eine eigene Geschichte hinzu.

Kurzantwort: Was war das New York Assay Office?

Das New York Assay Office war eine staatliche Annahme-, Prüf- und Verarbeitungsstelle für Gold und Silber in Manhattan. Es erhielt seinen gesetzlichen Auftrag am 3. März 1853 und eröffnete am 10. Oktober 1854. Das Amt stellte Barren, aber keine US-Münzen her; zur Münzprägung bestimmtes Metall ging nach Philadelphia. Die wiederholt geforderte eigene Münzstätte in New York City wurde nicht verwirklicht. Die United States Mint führt das Assay Office mit dem Betriebszeitraum 1854–1982. [2] [3] [11]

Warum New York eingehendes Gold selbst prägen lassen wollte

Für einen Handelsplatz war Edelmetall erst dann bequem verwendbar, wenn Gewicht, Feingehalt und Wert feststanden. Goldstaub und ausländische Münzen mussten untersucht und gegebenenfalls umgearbeitet werden. Wer seine Ware gegen Metall verkauft hatte, benötigte möglichst rasch ein verlässliches Zahlungsmittel. Der Wunsch nach einer New Yorker Münzstätte war deshalb eng mit der Frage verbunden, wo Händler ihre Einlieferungen abwickeln konnten.

Mint-Direktor Robert M. Patterson wandte sich bereits im Dezember 1845 gegen New Yorker Münzpläne. Er verwies auf Philadelphias Kapazitäten und die Kosten eines zusätzlichen Betriebs. Die Debatte begann damit schon vor dem kalifornischen Goldrausch. [4]

Das Gold aus dem Westen verschärfte die Frage. Präsident James K. Polk empfahl dem Kongress am 5. Dezember 1848 erneut eine Branch Mint in New York City. Er begründete die gestiegene Bedeutung ausdrücklich mit den Edelmetallvorkommen der neu erworbenen Gebiete, besonders Kaliforniens. New Yorks Anliegen hatte damit Unterstützung auf höchster politischer Ebene. Über die Einrichtung und ihre Finanzierung musste der Kongress entscheiden. [5]

Zu den Befürwortern gehörte der New Yorker Abgeordnete J. Phillips Phoenix. In seiner Rede vom 31. Januar 1851 forderte er, eingehendes Gold dort prägen zu lassen, wo es für den Handel gebraucht wurde. Den Weitertransport nach Philadelphia verband er mit Zeitverlust, Kosten und Nachteilen bei der Verwertung von Einlieferungsbescheinigungen. Für ihn war die eigene Münzstätte vor allem eine Frage der wirtschaftlichen Stellung New Yorks. [6]

In diesen Stellungnahmen zeichnet sich mehr ab als ein Streit über Transportkosten. New York wollte seine Bedeutung als Handelsplatz auch in einer eigenen Münzproduktion wiederfinden. Patterson hielt die Leistungsfähigkeit des bereits bestehenden Betriebs in Philadelphia dagegen. Hinter der Frage, wie wirtschaftlich eine weitere Münzstätte wäre, stand damit auch die Frage, welche Stadt diese staatliche Aufgabe übernehmen sollte. [4] [6]

1850 und 1851 wurden aus Forderungen konkrete Münzpläne

Ein 1850 im Senat eingebrachter Entwurf sah die Herstellung von Gold-, Silber- und Kupfermünzen vor. Für Grundstück, Gebäude und Maschinen sollten 225.000 US-Dollar bereitgestellt werden. Der Bundesstaat sollte das Münzstätteneigentum von Steuern befreien. Damit standen bereits konkrete Vorstellungen über Ausstattung und Finanzierung auf dem Papier. [4]

Auch die Stadt beteiligte sich an den Vorbereitungen. Bürgermeister Kingsland bot am 26. Dezember 1851 ein Grundstück zur Errichtung einer US-Münzstätte an. Das Angebot ist im amtlichen Publikationskatalog von Benjamin Perley Poore verzeichnet. [7]

Die Vorstöße betrafen eine Münzstätte in New York City. Der später tatsächlich eingerichtete Betrieb an der Wall Street in Manhattan erhielt einen anderen Auftrag: Dort sollte ein Assay Office den örtlichen Edelmetallverkehr abwickeln.

1853 erhielt New York ein Assay Office statt einer Münzstätte

Eine solche Lösung hatte Patterson bereits am 21. Mai 1850 dem Abgeordneten Joseph R. Chandler vorgeschlagen. In New York sollte eine Annahmestelle entstehen, während die Münzherstellung in Philadelphia blieb. [4]

Am 3. März 1853 erhielt New York im Haushaltsgesetz ein Assay Office. § 10 sah Annahme, Schmelzen, Raffinieren, Trennen und Prüfen von Gold und Silber sowie das Gießen von Barren vor. Zur Prägung bestimmtes Metall musste nach § 11 an die Mint weitergeleitet werden. Die technischen Arbeiten unterstanden dem Mint-Direktor unter dem Treasury. Für die Einrichtung bewilligte das Gesetz zunächst 100.000 US-Dollar. [2]

Einlieferer sollten Wertbescheinigungen erhalten, zahlbar in Münzen in New York oder bei der Mint. Innerhalb von 60 Tagen konnten diese Bescheinigungen außerdem für Zahlungen an die Vereinigten Staaten am Hafen von New York verwendet werden. So verband das Gesetz den örtlichen Edelmetallservice mit der vorhandenen Münzproduktion. [2]

Diese Aufgabenverteilung griff ein wesentliches Anliegen des Handels auf: Wer in New York Edelmetall einlieferte, konnte dort dessen Wert feststellen und abrechnen lassen.

Eröffnung am 10. Oktober 1854

Der Bericht des Mint-Direktors vom 30. Januar 1855 nennt den 10. Oktober 1854 als Betriebsbeginn. Bis zum Jahresende nahm das New Yorker Amt Metall im damaligen Wert von rund 9,34 Millionen US-Dollar an. Davon waren rund 6,36 Millionen US-Dollar für die Umwandlung in Münzen bestimmt und wurden zur Prägung weitergeleitet. Der Bericht weist außerdem die Herstellung geprüfter und gestempelter Feinbarren aus. [3]

Warum eine New Yorker Mint in Philadelphia auf Widerstand stieß

Mit dem Assay Office war die politische Frage keineswegs erledigt. Am 27. Februar 1860 leitete Finanzminister Howell Cobb einen weiteren Gesetzentwurf für eine New Yorker Branch Mint an Mint-Direktor James Ross Snowden weiter. Snowden wandte sich gegen den zusätzlichen Betrieb: Philadelphia könne die benötigte Prägung leisten, die Bahnverbindung sei kurz und ein Neubau teuer. In seiner Rechnung vom 6. März veranschlagte er die Einrichtung auf 1,15 Millionen US-Dollar. [8]

Der Schriftwechsel enthält eine aufschlussreiche Korrektur. Am 10. März räumte Snowden ein, den Entwurf zunächst falsch gelesen zu haben: Dieser sah eine gesonderte Einrichtung neben dem Assay Office vor. Er passte daraufhin seine Personalrechnung an. Das New Yorker Projekt sollte also einen zusätzlichen Prägebetrieb schaffen. Philadelphias Board of Trade veröffentlichte den Schriftwechsel und machte damit die Einwände aus der eigenen Stadt öffentlich. [8]

Auch der Abgeordnete Thomas B. Florence aus Pennsylvania nahm gegen die Pläne Stellung. Am 5. März 1860 forderte er, den New Yorker Vorstoß zu vereiteln. Zusammen mit Snowdens Einwänden und der Veröffentlichung durch das Philadelphia Board of Trade wird hier der Standortkonflikt besonders deutlich: In Philadelphia fanden sowohl die betrieblichen Argumente gegen eine zusätzliche Mint als auch das Interesse am Erhalt der eigenen Stellung öffentliche Fürsprecher. [4] [8]

1882 ging es um einen Neubau mit möglicher Münzprägung

In einer Kongressanhörung von 1882 ging es unter anderem um die Erweiterung der Philadelphia Mint und die räumlichen Probleme des New Yorker Assay Office. Mint-Direktor Horatio C. Burchard hielt Prägeeinrichtungen in einem ausreichend großen neuen New Yorker Gebäude unter bestimmten Voraussetzungen für wirtschaftlich sinnvoll. Den bestehenden Standort hielt er dafür nicht für geeignet. Der Abgeordnete Waldo Hutchins warb ebenfalls für eine Münzstätte in oder bei New York. [9]

Burchards bedingte Zustimmung zeigt, dass die Haltung der Mint-Leitung nicht über Jahrzehnte unverändert blieb. Neue Räume und eine andere Aufgabenverteilung konnten auch zu einer anderen wirtschaftlichen Einschätzung führen. Die Streitpunkte blieben jedoch dieselben: Bau- und Betriebskosten, Metalltransport, vorhandene Kapazitäten und die Interessen der beteiligten Städte. Eine eigene Münzproduktion in New York City setzte sich in diesen Vorstößen nicht durch.

Was vom New York Assay Office erhalten blieb

Das Assay Office entwickelte eine lange eigene Betriebsgeschichte. Eine Mitteilung der United States Mint von 1970 nennt neben dem Raffinieren von Gold und Silber auch die Abwicklung der Einlösung von Silberzertifikaten, die Rückgewinnung von Silber und Silberverkäufe. Die Einrichtung blieb damit Teil der staatlichen Edelmetallverwaltung. Die historische Standortübersicht der Mint führt ihren Betrieb von 1854 bis 1982. [10] [11]

Ein besonders anschauliches Zeugnis ist die Marmorfassade des früheren Bankhauses an der Wall Street, das später vom Assay Office genutzt wurde. Das Metropolitan Museum of Art schreibt sie dem Architekten Martin Euclid Thompson zu und datiert sie auf 1822–1824. Die Front wurde gerettet und 1924 am American Wing wiederaufgebaut. Heute ist sie dort in Gallery 700 zu sehen. Sie bewahrt ein Stück der Architektur jenes Handelsplatzes, an dem Edelmetall angenommen und verarbeitet wurde. [1]

Auch die tägliche Arbeit hinterließ Spuren. Die National Archives verzeichnen für das New Yorker Amt unter anderem Prüfregister für Gold- und Silbereinlieferungen von 1916 bis 1955 sowie weitere Assay-Unterlagen von 1943 bis 1959. Solche Akten eröffnen einen Zugang zur Betriebsgeschichte, den eine erhaltene Fassade allein nicht bieten kann. [12]

Unmittelbare Zeugnisse der Arbeit des Amts sind seine Barren. Die Federal Reserve Bank of New York beschreibt in ihrer Darstellung des Goldtresors ausdrücklich Barren aus dem New York Assay Office. Kennzeichnungen können Aufschluss über Schmelze, Feingehalt und Hersteller geben. Neben Fassade und Akten sind damit auch Erzeugnisse der Metallverarbeitung überliefert. [13]

Was das Assay Office mit Goldmünzen der 1850er-Jahre verbindet

Für Sammler amerikanischer Goldmünzen der 1850er-Jahre liegt hier der unmittelbare Bezug zur eigenen Sammlung. Das Gold aus Kalifornien veränderte die Versorgung der amerikanischen Münzbetriebe. Laut Mint-Bericht kam 1854 das bei den Münzbetrieben und dem Assay Office eingelieferte Gold aus inländischer Förderung ganz überwiegend aus Kalifornien. Zugleich dokumentiert der Bericht die Weiterleitung der New Yorker Einlagen nach Philadelphia zur Münzprägung. [3]

Die bereits genannten rund 6,36 Millionen US-Dollar an Einlagen für Münzen zeigen die Größenordnung dieses Weges allein in den ersten Betriebsmonaten des Assay Office. Wer Goldmünzen aus Philadelphia aus dieser Epoche sammelt, beschäftigt sich zugleich mit einem Geldwesen, das vom kalifornischen Goldrausch und von solchen Transport- und Verarbeitungswegen geprägt war. [3]

Zur Geschichte einer solchen Münze gehören also nicht nur Entwurf und Prägung, sondern auch die Beschaffung, Prüfung und Verarbeitung des Metalls. Ob das Gold eines bestimmten Stücks tatsächlich über das New York Assay Office lief, müsste jedoch gesondert belegt werden.

Bei der Ortsangabe New York ist außerdem zu unterscheiden: West Point liegt im Bundesstaat New York und ist eine andere Einrichtung. Der Standort eröffnete 1938 als Silberdepot, produzierte ab 1973 Cents und erhielt am 31. März 1988 offiziell den Status einer Mint. Das Münzzeichen W erschien 2019 erstmals auf Münzen für den allgemeinen Umlauf. Diese Jahreszahlen bezeichnen verschiedene Entwicklungsschritte; keiner davon ist die Eröffnung einer Mint in New York City. [14]

Was von einer geplanten Münzstätte bleiben kann

Von Pobjoy bleiben Münzen und Prägetechnik, bei Oom Paul steht eine erhaltene Presse im Mittelpunkt. New York ergänzt diese Reihe um einen anderen Fall: Die Münzstätte blieb ein Projekt, doch die Auseinandersetzung um sie führte zu konkreten Vorschlägen und Entscheidungen. Das Assay Office übernahm eine eigene Aufgabe im Münzwesen und bestand über ein Jahrhundert.

Die Fassade führt zur Wall Street, die Barren zur Metallverarbeitung und die Kongressunterlagen zum Streit zwischen Handelsplatz und Prägeort. Auch die Goldmünzen jener Zeit gehören in diesen Zusammenhang. So bleibt von New Yorks Münzplänen mehr als eine nicht verwirklichte Idee: die Geschichte eines Betriebs, der zur Herstellung von Münzen beitrug, ohne selbst welche zu prägen.

Häufige Fragen

Gab es Pläne für eine US-Münzstätte in New York City?

Ja. Belegt sind unter anderem Polks Empfehlung von 1848, Gesetzentwürfe und die Rede von Phoenix aus dem Jahr 1851. Der Schriftwechsel von 1860 und die Anhörung von 1882 zeigen, dass die Frage mehrfach wiederkehrte. [5] [6] [8] [9]

War das New York Assay Office eine Münzstätte?

Es gehörte zum staatlichen Münz- und Edelmetallwesen, stellte aber keine US-Münzen her. Seine Aufgaben umfassten die Prüfung und Verarbeitung von Edelmetall sowie den Barrenguss. Zur Münzprägung bestimmtes Metall wurde weitergeleitet. [2] [3]

Wann wurde das New York Assay Office eröffnet und geschlossen?

Der gesetzliche Auftrag stammt vom 3. März 1853, der Betrieb begann am 10. Oktober 1854. Die United States Mint nennt 1982 als letztes Betriebsjahr. Das Ende der Einrichtung ist vom früheren Ersatz ihres historischen Gebäudes zu unterscheiden. [2] [3] [11]

Wo ist die historische Fassade des Assay Office erhalten?

Die gerettete Marmorfassade gehört zum American Wing des Metropolitan Museum of Art in New York. Sie ist in Gallery 700 ausgestellt; der Sammlungseintrag erläutert ihre Herkunft als Front eines Bankhauses, das später vom Assay Office genutzt wurde. [1]

Ist das New York Assay Office mit der West Point Mint identisch?

Nein. Das Assay Office lag in Manhattan. West Point ist ein anderer Standort im Bundesstaat New York, an dem Münzen hergestellt werden. Die offizielle Erhebung von West Point zur Mint erfolgte am 31. März 1988. [11] [14]

Über den Autor

Dirk Wasserthal ist Mitgründer und Geschäftsführer von Wasserthal RareCoin.Store. Er beschäftigt sich insbesondere mit modernen numismatischen Goldmünzen, seltenen Jahrgängen, zertifizierten Sammlermünzen und der Geschichte ihrer Prägestätten und Märkte.

Transparenz und Quellengrundlage

Wasserthal RareCoin.Store handelt mit seltenen modernen Goldmünzen. Dieser Beitrag dient der historischen und numismatischen Einordnung des New York Assay Office und der New Yorker Münzpläne. Die Beispiele stellen keine Aussage über die zukünftige Wertentwicklung einzelner Münzen dar.

Quellen und weiterführende Dokumente

[1] The Metropolitan Museum of Art: Facade of the Second Branch Bank of the United States. Objekt AW.BankFacade; Herkunft, Architekt, Datierung 1822–1824, Assay-Office-Nutzung, Wiederaufbau 1924 und Ausstellungsort. Wegen abweichender Angaben in institutionellen Rückblicken und bei Belden nennt der Beitrag kein genaues Abbruchjahr.

[2] Gesetz vom 3. März 1853, Kapitel 97, United States Statutes at Large, Band 10. Insbesondere S. 209 und §§ 10–15, S. 212–214: Bewilligung, Auftrag, Aufsicht und Weiterleitung zur Münzprägung.

[3] Report of the Director of the Mint, 30. Januar 1855. Im Februar 1855 dem Kongress vorgelegt; S. 2 dokumentiert Eröffnung, Einlagen, Barrenguss und Metalltransfers im Jahr 1854. S. 3 nennt die Herkunft des eingelieferten Goldes. Die New Yorker Transfers sind keine Bezugsgröße für einen pauschalen Anteil an sämtlichen US-Goldmünzen der 1850er-Jahre.

[4] Bauman L. Belden: A Mint in New York, Numismatic Notes and Monographs Nr. 45, 1930. Im verlinkten Sammelband Nr. 42–49, insbesondere S. 1–9, 23–29 und 38–40. Herangezogen wurden Beldens Briefabschriften von Patterson und Florence, nicht die Originalhandschriften. Die 225.000 US-Dollar sind ein Ansatz im Entwurf von 1850, keine ausgegebenen Baukosten. Die Münzvorlagen betreffen New York City beziehungsweise dessen Umgebung; nicht jeder Vorschlag legt einen Standort in Manhattan fest.

[5] James K. Polk: Fourth Annual Message, 5. Dezember 1848. Wiedergabe beim American Presidency Project; enthält die erneute Empfehlung einer Branch Mint in New York City.

[6] J. Phillips Phoenix: Branch Mints, Rede im Repräsentantenhaus vom 31. Januar 1851. Zeitgenössischer Separatdruck zur New Yorker Vorlage und zu San Francisco; Argumentation eines Befürworters.

[7] Benjamin Perley Poore: A Descriptive Catalogue of the Government Publications of the United States, 1885, S. 605. Eintrag „Letter on Land for New York Mint“ zum Schreiben von Bürgermeister Kingsland vom 26. Dezember 1851, Senate Miscellaneous Document Nr. 12, 32. Kongress, erste Sitzungsperiode. Eingesehen wurde der Katalogeintrag, nicht das Schreiben selbst. Kein Nachweis einer konkreten Parzelle oder der Annahme des Angebots.

[8] James Ross Snowden: Communication … Relative to a Proposed Branch Mint in New York, März 1860. Vom Philadelphia Board of Trade veröffentlichter Schriftwechsel; S. 5–12 enthalten Einwände, Kostenschätzung und Korrektur zur gesonderten Einrichtung. Die 1,15 Millionen US-Dollar sind Snowdens Schätzung, keine ausgegebenen Baukosten.

[9] U.S. House of Representatives: The Establishment of New Mints, the Philadelphia Mint, and the New York Assay Office, 1882. 47. Kongress, erste Sitzungsperiode, Misc. Doc. 37; insbesondere S. 33–35 und 48 ff. zu Burchard und Hutchins.

[10] United States Mint: New York Assay Office Employees Receive Honor Award, 1. September 1970. Zeitgenössischer Nachweis der späteren Tätigkeiten; Angaben zur älteren Baugeschichte werden nicht ungeprüft übernommen.

[11] United States Mint: History Overview. Die Standortübersicht führt das New York Assay Office in Manhattan mit dem Betriebszeitraum 1854–1982.

[12] National Archives: Records of the U.S. Mint, Record Group 104. Abschnitt 104.5.8: Bestandsbeschreibung der erhaltenen Prüfregister und Assay-Unterlagen des New Yorker Amts. Einzelne Register wurden nicht ausgewertet.

[13] Federal Reserve Bank of New York: Gold Vault. Barren aus dem New York Assay Office und Aussagekraft von Hersteller-, Schmelz- und Feingehaltskennzeichnungen.

[14] United States Mint: West Point Mint. Zeitleiste: Silberdepot 1938, Cent-Produktion ab 1973, Mint-Status am 31. März 1988 und W-Münzzeichen auf Umlaufmünzen 2019.

[15] The Metropolitan Museum of Art: The Branch Bank of the United States, Wall Street, New York. Lithografie von Anthony Imbert nach Alexander Jackson Davis, 1826–1828, Objekt 54.90.672; Public Domain. Der Werktitel enthält „Erected in 1825“, abweichend von der Fassadendatierung 1822–1824 in Quelle 1. Diese Differenz wird hier nicht aufgelöst.

Redaktionsstand: 3. September 2026.

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